Fakten & Quellen

Der Wohnungsmangel ist kein Gefühl. Er ist messbar.

Jede Kernaussage dieser Website lässt sich mit amtlichen Statistiken, unabhängigen Studien und Presseberichten belegen. Hier finden Sie die Quellen – mit Kernzahlen, Einordnung und Link zum Original.

Kapitel 1

Es wird immer weniger gebaut.

Deutschland hat sich 400.000 neue Wohnungen pro Jahr vorgenommen. Der amtlich bezifferte Bedarf liegt bei 320.000. Tatsächlich fertiggestellt wurden 2025 noch 206.600 – Tendenz weiter fallend.

Fertiggestellte Wohnungen in Deutschland

Ziel der Bundesregierung: 400.000Bedarf (BBSR): 320.0002020: 306.400306.40020202021: 293.400293.40020212022: 295.300295.30020222023: 294.400294.40020232024: 251.900251.90020242025: 206.600206.60020252026*: 185.000185.0002026*
Daten als Tabelle
JahrFertiggestellte Wohnungen
2020306.400
2021293.400
2022295.300
2023294.400
2024251.900
2025206.600
2026*185.000
Quellen: Destatis, Pressemitteilungen Nr. 183/2025 & Nr. 174/2026 · *Prognose 2026: ifo Institut/Euroconstruct · Bedarf: BBSR-Wohnungsbedarfsprognose 2025
1,4 Mio.fehlende Wohnungen Ende 2024Pestel-Institut · 01/2026
760.700genehmigte, nicht gebaute Wohnungen (Bauüberhang)Destatis · 05/2026
27 Monatevon Genehmigung bis Fertigstellung (2020: 20 Monate)Destatis · 05/2026
35.700erloschene Baugenehmigungen 2025 – Höchstwert seit 2002Destatis · 05/2026

Quellen & Presse

Kapitel 2

Bauen und Boden werden immer teurer.

Seit 2010 haben sich die Baupreise für Wohngebäude mehr als doppelt so stark verteuert wie die allgemeine Lebenshaltung. Bauland erreicht Rekordpreise – in Großstädten das Elffache des ländlichen Raums.

Preisanstieg 2010–2025 im Vergleich

Baupreise WohngebäudeBaupreise Wohngebäude: +89 %+89 %VerbraucherpreiseVerbraucherpreise: +38 %+38 %
Daten als Tabelle
IndexAnstieg 2010–2025
Baupreise Wohngebäude+89 %
Verbraucherpreise+38 %
Quelle: Destatis, Baupreisindex Wohngebäude & Verbraucherpreisindex

Baureifes Land, Bundesdurchschnitt (€/m²)

2009: 122 €122 €20092022: 236 €236 €20222024: 250 €250 €2024
Daten als Tabelle
JahrPreis
2009122 €/m²
2022236 €/m²
2024250 €/m²
Quellen: Destatis-Kaufwerte für Bauland · HDB-Brancheninfo „Bauland: knapp und teuer“, 08/2025
+51 %Baupreise im Wohnungsbau seit Ende 2019GdW · 07/2026
+3,3 %Neubaupreise Wohngebäude allein im letzten JahrDestatis · 04/2026
+57,7 %mineralische Baustoffe (u. a. Zement) seit 2021Destatis/DHZ · 06/2026
2.135 €/m²Bauland in München (2024) – Gemeinden unter 2.000 Einwohnern: 100 €/m²HDB/Destatis · 2025

Quellen & Presse

Verband · Bauindustrie (HDB) · 18.08.2025

Bauland: knapp und teuer

Baureifes Land: von 122 €/m² (2009) auf den Rekord von 250 €/m² (2024); in Großstädten 1.108 €/m². Der Baulandanteil erreicht teils über 50 % der Investitionskosten im Wohnungsbau.

Grundstücke werden teurer – das Erbbaurecht-Modell umgeht den Bodenkauf.

Zur Analyse (öffnet in neuem Tab)
Kapitel 3

Die Mieten steigen – heute und in den nächsten Jahren.

Angebotsmieten wachsen rund doppelt so schnell wie die Inflation. Und weil die Fertigstellungen bis mindestens 2028 unter dem Bedarf bleiben, erwarten IW, DIW, empirica und JLL übereinstimmend weiter steigende Mieten.

Mietenindex Deutschland (2015 = 100)

1001051101151202015: 100,0100,020152016: 101,22017: 102,92018: 104,62019: 106,12020: 107,620202021: 109,02022: 110,8110,82023: 113,12024: 115,52025: 117,9117,92025
Daten als Tabelle
JahrIndex
2015100,0
2016101,2
2017102,9
2018104,6
2019106,1
2020107,6
2021109,0
2022110,8
2023113,1
2024115,5
2025117,9
Quelle: Eurostat/Destatis, HVPI „Wohnungsmieten“ (überwiegend Bestandsmieten) – Neuvertragsmieten steigen deutlich schneller

Angebotsmieten Top-8-Metropolen (ggü. Vorjahr)

H2 23: +8,2 %+8,2 %H2 23H1 24: +6,3 %+6,3 %H1 24H2 24: +4,9 %+4,9 %H2 24H1 25: +4,9 %+4,9 %H1 25H2 25: +4,4 %+4,4 %H2 25
Daten als Tabelle
HalbjahrVeränderung
H2 23+8,2 %
H1 24+6,3 %
H2 24+4,9 %
H1 25+4,9 %
H2 25+4,4 %
Quelle: JLL-Mietpreisanalysen 2024–2026 · 5 Jahre kumuliert: +42 % (Berlin: +53 %)
+4,5 %Angebotsmieten Ende 2025 – doppelt so schnell wie die InflationGREIX/IfW Kiel · 01/2026
+48 %zahlen Neumieter mehr als Bestandsmieter in den Top-7-Städtenifo Institut · 10/2025
+3–4 %Mietanstieg auch 2026 erwartetIW, DIW & empirica · Tagesspiegel, 12/2025
320.000Wohnungen Neubaubedarf pro Jahr bis 2030 (amtliche Prognose)BBSR · 03/2025

Quellen & Presse

Presse · Tagesspiegel · 28.12.2025

Wohnen wird 2026 noch teurer

IW, DIW, ING und Deutsche Bank erwarten übereinstimmend +3 bis +4 % Mietwachstum 2026; strukturelle Treiber: mehr Einpersonenhaushalte, anhaltende Zuwanderung, sinkende Fertigstellungen.

Der Mietanstieg ist auch für die kommenden Jahre prognostiziert.

Zum Artikel (öffnet in neuem Tab)
Kapitel 4

Ohne Wohnraum kein Personal.

Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Handwerksbetriebe und Verwaltungen verlieren Bewerberinnen und Bewerber an den Wohnungsmarkt. Die Werkswohnung erlebt deshalb ein Comeback – genau das Prinzip hinter unserem Modell.

82 %der Großstadt-Beschäftigten: Wohnungsnot erschwert FachkräftegewinnungPwC · 03/2025
419.000Personen Fachkräftelücke – versiebenfacht seit 2010IW Köln · 03/2026
58 %der Unternehmen mit Wohnangeboten gewinnen leichter FachkräfteIW-Personalpanel · 2025
450.000 → 80.000Werkswohnungen: vom Bestand der 1970er zum heutigen RestGdW/RegioKontext · 2024

Quellen & Presse

Verband · GdW/RegioKontext · 11.03.2024

Bezahlbares Wohnen wird zum Standortfaktor

Die Studie „Mitarbeiterwohnen“ dokumentiert die Renaissance der Werkswohnung: Jedes zweite Unternehmen kann Stellen nicht besetzen; der Mieterbund fordert eine „echte Renaissance des Werkswohnungsbaus“.

Mitarbeiterwohnen ist der anerkannte Lösungsweg gegen den Fachkräftemangel.

Zur Meldung (öffnet in neuem Tab)

Amtlich · Bundesbauministerium · 12/2024

Förderprogramme „Wohnen für Mitarbeitende“

Der Bund fördert Mitarbeiterwohnen über sozialen Wohnungsbau (3,15 Mrd. €) und „Junges Wohnen“ (500 Mio. €); Bayern zahlt einen „Förderbonus Daseinsvorsorge“, wenn Wohnungen an Pflege-, Klinik- und Verwaltungspersonal gehen.

Es gibt Fördergeld – es fehlt an Umsetzern. Hier setzt das Modell an.

Zum Programm (öffnet in neuem Tab)

Fachkräftemangel in der Daseinsvorsorge

Kapitel 5

Kommunen müssen Wohnraum bereitstellen – per Gesetz.

Unterbringung ist keine freiwillige Leistung, sondern Pflichtaufgabe: für wohnungslose Menschen aus dem Ordnungsrecht, für Geflüchtete aus den Aufnahmegesetzen, für gewaltbetroffene Frauen künftig aus dem Gewalthilfegesetz. Und Notlösungen sind teurer als richtiger Wohnraum.

474.700untergebrachte Wohnungslose (+8 % zum Vorjahr)Destatis · 07/2025
1.500 €pro Monat für ein Bett (München, Dreibettzimmer)watson-Recherche · 2023
>12.000fehlende Frauenhausplätze (Istanbul-Konvention)Frauenhauskoordinierung · 09/2025
2032Rechtsanspruch auf Schutz abBGBl. 2025 I Nr. 60

Die Rechtslage in Kürze

Unfreiwillige Obdachlosigkeit gilt als Gefahr für die öffentliche Sicherheit – Gemeinden sind daher nach dem Polizei- und Ordnungsrecht der Länder zur Unterbringung verpflichtet (z. B. Art. 6, 7 LStVG Bayern; § 14 OBG NRW), bestätigt durch ständige Rechtsprechung (u. a. BayVGH 4 CE 18.965; VGH BW 1 S 1698/19).

Das Gewalthilfegesetz (BGBl. 2025 I Nr. 60) verpflichtet die Länder ab 2027 zum bedarfsgerechten Ausbau von Frauenhäusern; ab 1. Januar 2032 gilt ein individueller Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung.

Die Unterbringung Geflüchteter ist weisungsgebundene Pflichtaufgabe der Kommunen.

Quellen & Presse

Fachverband · Frauenhauskoordinierung · 21.02.2025

Factsheet zum Gewalthilfegesetz

Länder müssen bis Ende 2026 Bedarfsanalysen vorlegen; ab 2027 haben anerkannte Träger Anspruch auf angemessene Finanzierung. Das Gesetz setzt die Istanbul-Konvention um.

Der Ausbau von Schutzwohnraum ist terminiert und finanziert – es braucht Gebäude.

Zum Factsheet (öffnet in neuem Tab)
Unser Ansatz

Jede dieser Zahlen ist ein Argument für unser Modell.

Kommunale Grundstücke, serieller Bau, genossenschaftliche Trägerschaft – ohne Haushaltsbelastung.

Hinweis: Diese Seite fasst externe Quellen redaktionell zusammen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten sind die jeweiligen Anbieter verantwortlich. Kernzahlen wurden den Originalquellen entnommen; Rundungen möglich. Diese Zusammenstellung ist keine Rechtsberatung.